Seit bald 20 Jahren arbeite ich als Technischer Redakteur. Dabei habe ich – wie viele andere – mit PageMaker begonnen und durfte irgendwann auf InDesign wechseln. Damals war das doch noch das „Gelbe vom Ei“; oder? Fantastisch, wie ich meine Inhalte schön strukturiert nacheinander zu einem Buch zusammenfügen konnte. Ich habe Stunden, ja sogar Tage damit verbracht, meine Anleitungen mit hübschen Bildern und Textblöcken zu layouten, habe Grafiken verknüpft und dank jahrelanger Erfahrung Inhalte wiederverwendet oder zumindest ähnlich verfasst. Endlich war mein „Meisterwerk“ vollbracht, und ich konnte über den Distiller ein druckbares PDF generieren. Die verschiedenen Vorstellungen bezüglich Grafikqualität, Farben und Typografien gingen aber damals noch weit auseinander und mein Drucker war nicht immer gleicher Meinung wie ich. Also habe ich erneut viel Energie, Zeit und Herzblut in das Layout gesteckt, damit die Bedienungsanleitung fast automatisch gedruckt werden konnte. Dann noch die einzelnen Kapitel-PDFs zu einem Gesamt-PDF im Acrobat zusammenstellen, Zwischenseiten einfügen, Seriennummern über Formularfelder erstellen und fertig war Version 1.0.

Inzwischen wurde die Maschine auf Version 3.5 weiterentwickelt und nach Japan exportiert. Also begann das ganze Spiel von vorne: Übersetzen, erneut layouten, PDF zusammenbasteln und ab in die Druckerei. Einen Monat nach Auslieferung des Produktes bedankte sich der Empfänger dann auch für die passende Anleitung.

Wenn ich heute an diese Zeit zurückdenke, tut mir vor allem mein Arbeitgeber leid, der diese – damals üblichen –  Aufwände bezahlen musste. Zudem bewundere ich die Geduld des damaligen Kunden.

Mein Fehler damals? Das „Dokumentdenken“.

Heutzutage ist der Technische Redakteur nicht mehr nur der „Dokument-Ersteller“. Unsere Tätigkeit hat sich – dank Redaktionssystemen - zum Informations-Architekten gewandelt.

Das Layout ist vom Inhalt getrennt. Redakteure verfassen sogenannte Informationseinheiten, die auf verschiedene Arten und Wege verwendet, wiederverwendet und verteilt werden können. Die Einheiten müssen so konstruiert sein, dass sie sowohl in einem Dokument als auch als alleinstehende Informationen funktionieren. Beispielsweise für eine Online-Hilfe, ein HTML oder gar als AR-Info auf der Hololens. Denn genau darin besteht heute unsere Herausforderung. Informationen sollen so aufgebaut sein, dass sie vielfach wiederverwendet werden können – namentlich in verschiedenen Dokumenten, in verschiedenen Sprachen, in verschiedenen Medien und für verschiedene Produkte, und natürlich übersetzungsgerecht und mit Metadaten versehen. Gerade letzteres ist wichtig, wenn Sie Ihre Informationen digitalisieren wollen. Industrie 4.0 oder IOT (Internet of Things) sind nur zwei Trends, die nicht auf Metadaten verzichten können. Um mit der Zeit zu gehen und diese granularen Informationsbausteine zu verwalten, braucht es ein Redaktionssystem.

Haben Sie sich schon mit Redaktionssystemen auseinandergesetzt? Fast alle Redaktionssysteme auf dem Markt können vieles und werden ihrem Namen gerecht, müssen aber oft an die Kundenbedürfnisse angepasst bzw. programmiert werden. Das hat meist hohe Kosten und mindernde Flexibilität (kundenspezifische Updates, etc.) zur Folge.

Ich empfehle Ihnen ganz einfach SCHEMA ST4. SCHEMA ST4 bietet eine Out of the box Lösung, die alle notwendigen Bedürfnisse in einem Unternehmen abdeckt. Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Demo. Sie werden begeistert sein.